2023 – une année riche en défis

Ein Massenanfall von Verletzten stellt eine aussergewöhnliche Belastungssituation für jede Notfallstation dar. Unterstützung und Hilfestellung ist hierbei unverzichtbar. Im Juni 2022 hat daher die Interessensvertretung der Notfallpflege Schweiz (Notfallpflege.ch) ein aktuelles Positionspapier zum Thema Massenanfall von Verletzten (MANV) veröffentlicht.  Den im Positionspapier beschriebene Algorithmus haben wir gemeinsam mit Dirk Becker (Co-Autor des Positionspapiers) und dem Institut für Notfallmedizin des Stadtspitals Zürich Triemli im KISIM implementiert.

Bei einem Massenanfall von Verletzten werden die personellen und räumlichen Ressourcen von Rettungsdiensten und Notfallstationen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gebracht. Ursachen können schwere Naturkatastrophen, Zugunfälle oder auch Terrorattentate sein. Unabhängig von den Ursachen handelt es sich also um einen Notfall mit einer grossen Anzahl von Verletzten und/oder Erkrankten.

Um die Ressourcen der Rettungsdienste und Spitäler möglichst effizient nutzen zu können und um eine rasche Wiederherstellung einer adäquaten Versorgung zu erreichen, werden an verschiedenen Stellen MANV-Konzepte benötigt. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die schnelle und adäquate Versorgung von Verletzten oder Erkrankten in den Notfallstationen. Hier unterstützt der MANV-H Algorithmus.

Eine schnelle Erstbeurteilung und Einteilung aller Patienten in verschiedene Dringlichkeitsstufen (Triage) durch triagierende Fachpersonen (ärztlicher Dienst oder Notfallpflege) ist dabei entscheidend um eine möglichst gute Patientenversorgung zu erreichen. 

Als Hilfestellung zur korrekten Einteilung in die Triagekategorien werden verschiedene Kriterien / klinische Zeichen abgefragt, die die triagierenden Notfallspezialisten mit wenigen Klicks zur richtigen Triagekategorie führen. Gleichzeitig kann je Triagekategorie eine Raumzuteilung hinterlegt werden, damit die Patienten von der Triagestation zu den korrekten räumlichen Ressourcen disponiert werden können. Um die gewohnten und eingespielten Prozesse möglichst auszunützen, wurde der MANV-H Algorithmus im gleichen Arbeitsoberfläche wie das reguläre Triagesystem implementiert. Zur Disposition der Räumlichkeiten, wird eine erweiterte Kalenderdarstellung genutzt. Patienten, die zum Zeitpunkt des MANV bereits in Behandlung sind, bleiben in dieser Kalender-Ansicht sichtbar. Die Behandlung und Dokumentation kann für diese Patienten im KISIM ohne Unterbruch fortgeführt werden. 

Selbstverständlich hoffen wir, dass ein Massenanfall ein seltenes Ereignis bleibt. Wir sind froh, dass wir im Stadtspital Zürich einen Implementationspartner haben, mit dem wir unser Produkt für solche Ausnahmesituationen erfolgreich ausbauen konnten.

 

Haben Sie Kommentare oder Fragen zu diesem Blogbeitrag? Schreiben Sie uns eine E-Mail an moc.cetsic@ofni, wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Blogautor: Dominik Lechner, Produktmanager CISTEC AG

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