Patientenaufruf neu gedacht – integriert, effizient, wirksam im Alltag

Der Patientenaufruf ist ein alltäglicher Prozess in vielen Bereichen des Spitals. Mit der Integration in KISIM wird er Teil eines durchgängigen digitalen Workflows, direkt dort, wo Ärztinnen, Pflegende und administrative Mitarbeitende arbeiten.

Im Spitalalltag entstehen viele kleine Unterbrüche, die Zeit kosten und Abläufe verlangsamen. Einer davon ist der Patientenaufruf, unabhängig davon, ob in der Sprechstunde, auf der Station oder in Funktionsbereichen.

Oft bedeutet das heute noch: Patientinnen und Patienten werden manuell gesucht oder telefonisch kontaktiert und Informationen zwischen verschiedenen Rollen weitergegeben. Diese Wege kosten Zeit, unterbrechen den Arbeitsfluss und führen zu zusätzlichem Koordinationsaufwand, insbesondere in Situationen mit hoher Auslastung.

Mit dem integrierten Patientenaufrufsystem in KISIM wird dieser Prozess direkt in den bestehenden Arbeitskontext eingebettet. Der Aufruf erfolgt dort, wo ohnehin gearbeitet wird, ohne Systemwechsel und ohne zusätzliche Schritte.

Konkret funktioniert der Ablauf einfach und nahtlos: Meldet sich eine Patientin resp. ein Patient an, wird mit dem Setzen des Anwesenheitsstatus automatisch eine Aufrufnummer vergeben. Anschliessend nimmt die Patientin oder der Patient im Wartebereich Platz. Sobald die behandelnde Person bereit ist, kann die sie direkt aus KISIM heraus durch das Setzen eines Status aufgerufen werden. Der Aufruf erscheint auf den vorhandenen Anzeigesystemen und die Patientin resp. der Patient wird mittels klarer Wegweisungen direkt zum richtigen Behandlungszimmer geführt.

Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zu unserer Vision: gemeinsam, innovativ für mehr Zeit am Menschen. Nicht durch zusätzliche Funktionen, sondern durch die konsequente Vereinfachung alltäglicher Abläufe.

Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet das:
Der nächste Patient kann direkt aus dem aktuellen Kontext aufgerufen werden. Der Fokus bleibt auf der Behandlung, nicht auf organisatorischen Zwischenschritten.

Für Pflegende:
Weniger Rückfragen und Abstimmung im Hintergrund. Informationen sind klar verfügbar, Abläufe werden transparenter und einfacher.

Für administrative Mitarbeitende:
Eine strukturierte Steuerung der Patientenflüsse ohne manuelle Koordination. Der Aufruf erfolgt integriert, klar und jederzeit nachvollziehbar.

Auch für Patientinnen und Patienten wird der Ablauf ruhiger und verständlicher. Sie werden zur richtigen Zeit aufgerufen und erhalten eine klare Orientierung im Spitalalltag.

Das Ergebnis ist ein spürbar effizienterer Alltag: weniger Unterbrüche, weniger Abstimmung und klarere Prozesse unabhängig vom Einsatzort im Spital. Gleichzeitig verbessert sich die Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen, da Informationen konsistent und direkt verfügbar sind.

Ein zentraler Erfolgsfaktor war die enge Zusammenarbeit zwischen medizinischem Fachpersonal, Administration und IT. Nur so entsteht eine Lösung, die sich flexibel in unterschiedliche Bereiche integrieren lässt und im Alltag wirklich funktioniert.

Für uns ist das ein weiterer Schritt hin zu einem durchgängigen digitalen Spital – mit dem klaren Fokus, Mitarbeitende zu entlasten und mehr Raum für die direkte Arbeit am Patienten zu schaffen.

Haben Sie Kommentare oder Fragen zu diesem Blogbeitrag? Schreiben Sie uns ein E-Mail an moc.cetsic@ofni. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Blogautor: Nico Julen, Teamleiter Projektleiter Kurve & Pflegeprozess

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